Forderung

Der Landesschülerbeirat fordert eine bessere Zusammenarbeit von Schulen mit der Bundeswehr auf der einen, sowie sozialen, medizinischen und pflegebezogenen Einrichtungen auf der anderen Seite, um eine bessere Sichtbarkeit dieser Berufe zu garantieren beispielsweise in Form von Projekttagen, Besichtigungen, Vorträgen und dem verstärkten Angebot von Praktika für interessierte Schüler*innen. Wir lehnen eine mögliche Wiedereinführung der Wehr- bzw. die mögliche Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht ab Die Bundeswehr muss die Möglichkeit haben, mindestens einmal pro Jahr, etwa regelmäßig in der 9. Klasse, an jeder Sekundarschule sich selbst als Arbeitgeber vorzustellen.

Begründung

Insbesondere im Kontext der G9-Reform ist es wichtig, dass Schüler*innen ab einem gewissen Alter die Planung und Gestaltung ihres eigenen Lebenswegs selbst in die Hand nehmen können. Die Berufs- und Studienorientierung der Lernenden sollte nicht von derartigen Maßnahmen aus der Bahn geworfen werden. Aufkommender Personalmehrbedarf im zivilen, wie im militärischen Kontext sollte durch eine Steigerung der Attraktivität der jeweiligen Berufe, etwa durch eine höhere Vergütung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr gesellschaftlicher Anerkennung der jeweiligen Jobs und nicht durch eine Zwangsverpflichtung von Jugendlichen aufgefangen werden.